Aus über 1.300 eingereichten Werken von 191 Fotografinnen und Fotografen sowie 68 Karikaturistinnen und Karikaturisten hatte die Rückblende-Jury unter dem Vorsitz der Bevollmächtigten sechs Preisträger gewählt. Diese sowie knapp 130 ausgewählte Fotografien und Karikaturen sind nun vom 11. März bis zum 19. April 2026 im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen, bevor die Ausstellung zur Rückblende im Laufe des Jahres in Neustadt an der Weinstraße, Mainz, Trier, Koblenz und Brüssel zu sehen sein wird.
„Die Rückblende liefert reale Bilder und Hintergründe. Fotografien und Karikaturen zeigen einen scharfen Blick auf aktuelle politische Debatten und gesellschaftliche Entwicklungen. Fotografinnen und Fotografen ebenso wie Karikaturistinnen und Karikaturisten liefern uns ein beeindruckendes Bildgedächtnis“, so Staatssekretärin Heike Raab, Bevollmächtigte beim Bund und für Europa und Medien.
„Dank der klugen Auswahl der Rückblende-Jury wird deutlich, was das vergangene politische Jahr bewegte. Die Jury sichtet eine große Zahl von Fotos und Karikaturen und trifft daraus eine Auswahl, die zentrale Themen und Stimmungen des politischen Jahres sichtbar macht. Damit ähnelt ihre Arbeit in gewisser Weise der von uns Historikerinnen und Historikern, die hier im Museum arbeiten“, betonte Prof. Dr. Harald Biermann, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte. „Denn auch wir müssen uns immer wieder fragen: Welche Themen waren für die Zeit, über die wir erzählen wollen, besonders relevant? Welche Objekte, welche Fotos oder Karikaturen fangen die Essenz einer Zeit besonders gut ein?“
Hintergrund
Die Rückblende ist der höchstdotierte gemeinsame Wettbewerb für Fotografie und Karikatur in Deutschland. Veranstalter der Rückblende sind die Landesvertretung Rheinland-Pfalz und der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e. V. gemeinsam mit dem Partner Bundespressekonferenz.
Den mit 7.000 Euro dotierten Preis für das beste politische Foto 2025 erhielt Marco Urban für seine Aufnahme der Amtsübergabe von Olaf Scholz an Friedrich Merz am 6. Mai 2025. Den mit 3.000 Euro dotierten Preis „Das Scharfe Sehen“, gestiftet von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz, erhielt Filip Singer für eine Aufnahme, die einfühlsam die Anteilnahme und das Leid nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024 festhält. Fotograf Rafael Heygster wurde für seine Serie „Democracy Dies in Daylight“ zu wachsenden rechten Strömungen und erstarkenden Extremismus in Deutschland mit dem Preis für die „Beste Serie 2025“ ausgezeichnet, gestiftet von Leica und dotiert mit einer Kamera.
In der Kategorie Karikatur, vergeben durch den Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V., überzeugte M.F. Deubel mit einer Zeichnung, die Trump als Steinmetz zeigt, der grinsend den Kopf der Lincoln-Statue abschlägt. Den 2. Karikaturenpreis, dotiert mit 2.000 Euro, erhielten Greser & Lenz für ihre Interpretation einer „Musterung“, die den Generationenkonflikt inmitten der Diskussion um Wehrpflicht und Kriegstauglichkeit aufgreift. Der 3. Karikaturenpreis ging an Burkhard Fritsche für seine Karikatur „Charles III. führt Trump in die feinsten britischen Kreise ein“.
2026 können Interessierte unter allen Einreichungen für den Publikumspreis, der zum Abschluss der Ausstellungstournee in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Brüssel gekürt wird, unter www.rueckblende.rlp.deabstimmen.
Der Katalog zur Ausstellung würdigt die Preisträgerinnen und Preisträger sowie ausgewählte Werke. Sowohl der aktuelle Katalog als auch vergangene Jahrgänge können online unter www.rueckblende.rlp.de/katalog bestellt werden.
Zugang zum ausführlichen Pressematerial und den Siegerwerken erhalten Sie per Mail an pressestelle-LV(at)stk.rlp.de.

