Staatssekretärin Heike Raab überreicht Förderbescheid über 770.000 Euro an das Marienkrankenhaus Cochem

Staatssekretärin Heike Raab hat dem Marienkrankenhaus Cochem einen Förderbescheid in Höhe von knapp 770.000 Euro überreicht. Die Klinik kann mit diesem Zuschuss die Digitalisierung im Haus weiter vorantreiben.

Heike Raab erläuterte bei der Übergabe: „Hochwertige und moderne Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Punkt der Regierungsarbeit in dieser Legislaturperiode. Die hohe Summe aus dem Krankenhauszukunftsfonds für das Marienkrankenhaus Cochem wird den Standort weiter stärken. Der Förderbescheid sieht im Einzelnen rund 180.000 Euro für die Anpassung der technischen/informationstechnischen Ausstattung, fast 490.000 Euro für die Einrichtung einer durchgehenden, strukturierten, digitalen und auch sprachbasierten Pflege- und Behandlungsdokumentation und knapp 99.000 Euro für ein digitales Medikationsmanagement vor. Damit werden wichtige Elemente im Behandlungsprozess des Krankenhauses digital neu aufgestellt.“

Nicht erst die Pandemie habe uns allen deutlich gemacht, wie wertvoll unsere Krankenhäuser sind. Die Landesregierung schreibe die Krankenhausversorgung auf hohem Niveau fort, damit die Menschen im Land bedarfsgerecht, schnell und umfassend behandelt werden können. Der Geschäftsführer des Krankenhauses Thomas Wagner dankte Heike Raab für den Bescheid und betonte, die Mittel seien sehr willkommen und würden zielgerichtet eingesetzt: „Damit können wir zum Wohle der Patienten und Mitarbeitenden Digitalisierungs-Investitionen tätigen, die unser Krankenhaus fit machen für die Zukunft.“

Mit dem Inkrafttreten des Krankenhauszukunftsgesetzes am 29. Oktober 2020 wurde der Krankenhauszukunftsfonds geschaffen, um die Krankenhäuser im Land weiter zu modernisieren. Der Fonds umfasst elf verschiedene Fördermöglichkeiten. So können unter anderem Gelder gezahlt werden für Investitionen in moderne Notfallkapazitäten und eine bessere digitale Infrastruktur, für Patientenportale, elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen, digitales Medikationsmanagement, Maßnahmen zur IT-Sicherheit sowie sektorenübergreifende telemedizinische Netzwerkstrukturen. Die Projekte werden zu 70 Prozent aus Bundesmitteln gefördert. Für Rheinland-Pfalz stellt der Bund hierfür rund 140 Millionen Euro bereit. Das Land ergänzt diese Förderung in voller Höhe und stellt daher rund 60 Millionen Euro zur Verfügung. Dadurch verbleibt den Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz kein Eigenanteil. Verwaltet wird der Krankenhauszukunftsfonds durch das Bundesamt für Soziale Sicherung. Das Land Rheinland-Pfalz hatte alle 247 als förderfähig bewerteten Anträge aus dem Hauptantragsverfahren bereits bis zum 20. August 2021 beim Bundesamt für Soziale Sicherung gestellt und kann nun die Bewilligungsbescheide übergeben.