Heike Raab: Internationale Solidarität wichtiger denn je

„Es freut mich, dass ich den neuen portugiesischen Generalkonsul Hernán Leandro Amado zum Antrittsbesuch heute in der Staatskanzlei begrüßen konnte. Rheinland-Pfalz und die Portugiesische Republik haben sehr gute Beziehungen, mit Generalkonsul Amado konnte ich mich vor allem über die Zusammenarbeit im Hochschul- und Forschungsbereich austauschen. Natürlich hat der Krieg in der Ukraine auch unser Gespräch überschattet.

Europa steht vor neuen Herausforderungen und wichtiger denn je ist jetzt die internationale Solidarität. In Portugal wie in Rheinland-Pfalz ist die Hilfsbereitschaft sehr groß und die Bevölkerung zur Aufnahme von ukrainischen Vertriebenen bereit. In Portugal leben etwa 40.000 Menschen mit ukrainischen Wurzeln, die sich engagiert um Hilfslieferungen kümmern oder Unterkünfte anbieten. Die Regierung unterstützt dies mit einem Beschluss zum unbürokratischen Schutz und einer digitalen Plattform für die Arbeitsvermittlung. Wir stehen Seit an Seit mit Portugal im solidarischen Umgang mit der Krise,“ so die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa und Medien, Staatssekretärin Heike Raab.

Weiteres Gesprächsthema war die Zusammenarbeit im digitalen Bereich und in lokalen oder regionalen Partnerschaften. Heike Raab: „Vor allem bei den erneuerbaren Energien und bei der Digitalisierung sehe ich ein hohes Potential in der Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Portugal und Deutschland. Im Rahmen des Projekts INFINITY des Deutschen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern besteht bereits eine Zusammenarbeit mit dem Ministerio da Justica in Lissabon. Gemeinsam wird an Technologien gearbeitet, um gegen die wichtigsten cyberkriminellen, terroristischen und hybriden Bedrohungen vorzugehen. Ziel ist es, datengesteuerte Untersuchungen zu automatisieren und eine gezielte Strafverfolgung zu gewährleisten. Auch im Wissenschaftsbereich bestehen Partnerschaften mit portugiesischen Hochschulen und Universitäten, aktiv sind hier beispielsweise die Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und die Universität Koblenz-Landau.“