Heike Raab: Dank an EU-Mitglied Zypern für Solidarität in Kriegszeit

„Die Solidarität innerhalb der EU aufgrund des russischen Angriffskrieges ist groß. Wir sind sehr dankbar, dass auch das kleine EU-Mitglied Zypern mit der Aufnahme von bisher rund 10.000 geflüchteten Menschen aus der Ukraine seinen Beitrag leistet.“ Das hat die Bevollmächtigte für Europa, Staatssekretärin Heike Raab heute beim Antrittsbesuch der neuen Botschafterin der Republik Zypern, Maria Papakyriakou, in Berlin betont.

Zypern beteilige sich auch an den Sanktionen gegen Russland, obwohl russische Gäste nicht nur rund 20 Prozent der Touristinnen und Touristen auf Zypern ausmachten und somit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor beeinträchtigt werde, sondern auch rund 40.000 Menschen russischer Nationalität auf der Mittelmeerinsel lebten, so die Bevollmächtigte.

Die Beziehungen zwischen Rheinland-Pfalz und Zypern seien traditionell gut und eng, vor allem im Hochschulbereich, unterstrich Heike Raab. So kooperiere die Universität Trier im Rahmen von Erasmus-Programmen mit Zypern, auch die Hochschule Kaiserslautern pflege auf diesem Weg einen Austausch. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterhalte zudem Partnerschaften mit drei Bildungseinrichtungen auf der Insel, das Max-Planck-Institut für Chemie gemeinsame Projekte.

Auch beim Handel gebe es einen regen Austausch, so Staatssekretärin Heike Raab. Zypern habe in den letzten Jahren zudem erhebliche Fördergelder der EU erhalten, die unter anderem auf erneuerbare Energie-Gewinnung zielen.