Das DOCKS Collective und der Karikaturist Heiko Sakurai gewinnen die Rückblende 2021

Die Preisträger der Rückblende 2021 stehen fest: Es sind das DOCKS Collective mit seinen Mitgliedern Fabian Ritter, Arne Piepke, Ingmar Björn Nolting, Maximilian Mann und Aliona Kardash sowie der Karikaturist Heiko Sakurai. Sie konnten die Jury des deutschen Preises für politische Fotografie gemeinsam mit dem Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen überzeugen, der von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V. (BDZV) vergeben wird.

Das DOCKS Collective erhält den mit 7.000 Euro dotierten Preis für das „Beste Foto 2021“ für eine Aufnahme von einem Rettungsboot, das in der Nacht des 15. Juli 2021 nach Überlebenden der Flutkatstrophe in Dernau an der Ahr sucht. Der Preis wird gestiftet von der Jury-Vorsitzenden, Staatssekretärin Heike Raab. Den Karikaturenpreis der deutschen Digitalpublisher und Zeitungen gewinnt Heiko Sakurai für eine Zeichnung, die den Wechsel im Amt des Bundeskanzlers von Angela Merkel zu Olaf Scholz thematisiert. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro.

Staatssekretärin Heike Raab erklärte: „Wellenbrecher – das Wort des Jahres 2021 bringt die Ereignisse der vergangenen zwölf Monate auf den Punkt. Es steht für das zweite Jahr der COVID-19-Pandemie. Es versinnbildlicht zudem die schreckliche Unwetter­katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Juli 2021. Es gilt aber auch für die Politik und die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag: Nach 16 Jahren endete die Ära Merkel und erstmals übernahm eine Dreier-Koalition die Regierungsgeschäfte.“ Diese Themen dominieren auch die 1.437 Einsendungen zum Wettbewerb. „Mit scharfem Blick und scharfer Feder haben die teilnehmenden Fotografen und Fotografinnen sowie Karikaturisten und Karikaturistinnen die Ereignisse des vergangenen Jahres eingefangen und für das bildhistorische Gedächtnis unserer Republik archiviert.“

Zu den weiteren Gewinnern zählen Christoph Stache, der für die „Beste Serie 2021“ mit einer Leica CL Kamera ausgezeichnet wurde. Die Bilder der Serie “Hochwasser-Katastrophe“ zeigen die Zerstörung in den vom Hochwasser betroffenen Orten Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dernau und Mayschoß sowie Anwohner und Helfer im Einsatz. Den von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz gestifteten Preis „Das scharfe Sehen“ mit einem Preisgeld von 3.000 Euro gewinnt Pawel Sosnowski für seine Aufnahme der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einem Gemälde von Johannes Vermeer.

In der Kategorie Karikatur überzeugte Kostas Koufogiorgos mit einem „Querdenker“, der Wasser in der Wüste verweigert. Er erhält den mit 2.000 Euro dotierten „2. Preis Karikatur“. Ioan Cozaku, der unter dem Künstlernamen NEL veröffentlicht, thematisiert in seiner Karikatur „Überflussgesellschaft“ den Klimawandel. Während der Flut auf dem Hausdach sitzend, beklagt ein Paar, dass sich die Natur der Überflussgesellschaft angepasst habe. Ob Wasser, Hitze oder Dürre von allem zu viel. NEL erhält den „3. Preis Karikatur“ und 1.000 Euro. Beide Karikaturenpreise wurden ebenfalls vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V. gestiftet.

Die Jury-Vorsitzende Raab dankte den 222 teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen, den 65 Karikaturistinnen und Karikaturisten sowie allen Partnern der Rückblende. „Mit Ihren Einsendungen und Ihrem Engagement verleihen Sie dem deutschen Preis für politische Fotografie und Karikatur seinen Stellenwert. Gemeinsam geben wir denjenigen eine Bühne, die tagtäglich Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen in unserem Land auch unter Einsatz von Leib und Leben, beispielsweise bei den Corona-Protesten, dokumentieren und Wahrheiten auf den Punkt bringen.“

Auch in diesem Jahr wird die Rückblende-Ausstellung mit den 100 besten Fotos, fünf besten Foto-Serien und 50 besten Karikaturen in einem „Showroom“ auf der Webseite https://rueckblende.rlp.de/ gezeigt. Hier können die Besucherinnen und Besucher bis zum 15. Februar 2022 für ihre Favoriten abstimmen und den beliebten Publikumspreis wählen. Ebenso finden sich auf der Webseite die Tourneedaten für die neun Ausstellungsorte in ganz Deutschland.