Entschließung fordert Verbesserung des Tierschutzes bei langen Transporten von Nutztieren in Drittländern

Entschließung der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin

 

 

Lange Transporte von Nutztieren in Drittländern stehen seit einiger Zeit in der Kritik. Bei diesen kommt es zu Lasten der Nutztiere oftmals zu Transportverzögerungen, Temperaturüberschreitungen und Problemen bei der Versorgung mit Futter und Wasser. Auch fehlt es entlang der Transportrouten häufig an geeigneten Versorgungsstationen. Mit der Entschließung werden vor diesem Hintergrund für die abfertigenden Behörden wie auch die Transportunternehmen verlässliche Informationen über Versorgungseinrichtungen und die Gegebenheiten auf Transportrouten in Drittländern gefordert.

Um dies zu ermöglichen, ist eine entsprechende Datenplattform auf EU-Ebene einzurichten. In der Zwischenzeit soll eine zentrale und allen Behörden zugängliche Datenplattform auf Bundesebene eingerichtet werden.

Überdies bedarf es zur Validierung von Informationen aus und über die Gegebenheiten in Drittländern Kontrollen vor Ort im jeweiligen Drittland. Da diese Informationen für alle Mitgliedstaaten von Belang sind, wird die EU aufgefordert, diese Kontrollen vorzunehmen und bei Bedarf auch Sanktionen zu verhängen. Auch die Bundesregierung wird dazu aufgefordert beim Abschluss von bilateralen Abkommen auf die Einhaltung von Mindestanforderungen bei der Haltung, dem Transport sowie der Schlachtung von Tieren zu bestehen.

 

Hier finden Sie die Entschließung der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin und hier den darauf aufbauenden Beschluss des Bundesrates.