Staatssekretärin Heike Raab zeichnet Projekte grenzüberschreitender Zusammenarbeit aus

„Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist für die Entwicklung der Europäischen Union wichtiger denn je. Darum freue ich mich sehr, dass alle Gewinner des diesjährigen Europapreises mit Projekten teilgenommen haben, die in grenzüberschreitender Kooperation entstanden sind. Ein berufsbildendes Gymnasium aus der französischen Partnerregion Grand Est hat sich sogar direkt bei uns beworben und erhält einen der begehrten Preise.“ Das hat Europa-Staatssekretärin Heike Raab bei der Überreichung der Europapreise in Mainz betont.

Mit dem ersten Preis (2.000 Euro) zeichnete die Staatssekretärin das Gymnasium des Alfred-Grosser-Schulzentrums in Bad Bergzabern aus. Die Schülerinnen und Schüler haben ein virtuelles Dorf auf Grundlage der europäischen e-twinning Plattform entworfen. Der zweite Preis (1.000 Euro) ging an den Turn- und Budō Sportverein TBSV Weilerbach für seine multidisziplinäre und europapolitische Jugendfreizeit, an der auch Jugendliche aus der Partnergemeinde Isigny-sur-mer (Normandie) teilnahmen. Der dritte Preis wurde geteilt (in je 500 Euro), einen erhielt das Berufsbildende Gymnasium Hurlevent in Behren-lès-Forbach (Region Grand Est) mit seinem Partner, der Europaschule BBS Neustadt. Beide gestalteten gemeinsam aus alten Telefonkabinen Bücherboxen. Der zweite ging an das Pamina-Gymnasium im pfälzischen Herxheim. Gemeinsam mit dem Séminaire des Jeunes im Elsass hatte die Schule ein Projekt zu Biografien von Frauen im Grenzgebiet erarbeitet.

„Beim Thema des diesjährigen Europa-Preises, dem deutsch-französischen Tandem, hat sich gezeigt, dass die Digitalisierung einen großen Anschub für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen, Schülern, Schulen und Lehrkräften leisten kann. Sie unterstützt entscheidend die Anbahnung von Kontakten und legt die Basis für einen erfolgreichen persönlichen Austausch“, so Staatssekretärin Heike Raab. Die Jury des Europapreises war beeindruckt vom persönlichen Engagement der beteiligten Lehrkräfte und Freiwilligen sowie von der Kreativität der jungen Menschen. „Europa lebt vom persönlichen Austausch zwischen jungen Menschen und gemeinsamen Aktionen“, so die einhellige Meinung.

Rheinland-Pfalz schreibt seit 1992 jährlich den Europapreis aus. Jedes Jahr ist einem neuen Thema mit europapolitischer Aktualität gewidmet. 2018 steht der Europapreis unter dem Motto „Das Deutsch-Französische Tandem - Herzstück einer vertieften EU“. Die Staatskanzlei erreichten viele kreative und beeindruckende Einsendungen, aus der eine unabhängige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Repräsentanzen der rheinland-pfälzischen Partnerregionen, der Landeszentrale für politische Bildung, des Europahauses Marienberg, der Europa-Union Rheinland-Pfalz und des Europe-Direct-Informationscenters in Koblenz die Sieger auswählten.