Raab: Zusammenarbeit hat sich in schwieriger Zeit bewährt

Treffen mit Jean Rottner, Präsident der Region Grand Est

 

„Unsere französischen Nachbarn in der Region Grand Est traf die Corona-Pandemie im April und Mai sehr hart. Für uns in Rheinland-Pfalz war es eine Selbstverständlichkeit, französische Patienten in unseren Krankenhäusern aufzunehmen. Die Vorsichtsmaßnahmen wie die vorübergehende Schließung von Grenzübergängen wurden aber für alle Menschen und Unternehmen im grenzüberschreitenden Raum eine große Belastung. Wir freuen uns, dass sich unsere Zusammenarbeit auch in dieser schwierigen Zeit bewährt hat“, sagte die Europastaatssekretärin Heike Raab bei einer Zusammenkunft anlässlich des französischen Nationalfeiertages in Berlin gemeinsam mit dem Präsidenten der Region Grand Est, Jean Rottner.

"Wir bleiben im engen Austausch und werden die Kooperation weiter vertiefen“, betonte die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa. An dem Treffen nahmen auch der Bevollmächtige des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Staatssekretär Dr. Andre Baumann, und der Bevollmächtige des Saarlandes für Europaangelegenheiten, Staatssekretär Roland Theis, teil.

Die Region Grand Est wird zum 1. Januar 2021 die Präsidentschaft der Großregion übernehmen. „Ich unterstütze die Pläne von Jean Rottner ausdrücklich, spätestens dann die Möglichkeiten und Mittel zum Wiederaufbau nach der Pandemie in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. In der Situation plötzlich wieder geschlossener Grenzen hat sich gezeigt, dass die vielen persönlichen Kontakte auf lokaler und regionaler Ebene, sei es bei der Polizei, beim Rettungsdienst, bei Verwaltungen oder in Wirtschaftsförderungs-Arbeitsgruppen, sozusagen Gold wert waren. Schnell wurden Telefonkonferenzen und andere Absprachen eingerichtet, so dass die Abstimmung weiter funktionierte. Das wollen wir noch verstärken. Gemeinsam richten wir unser Augenmerk zudem darauf, bei Arzneimitteln und Medizinprodukten die Abhängigkeit von Lieferketten aus dem außereuropäischen Ausland zu mindern und die Produktion nach Europa zurück zu verlagern“, so die Staatssekretärin.