Raab: Rheinland-Pfalz digital gestalten

„Digitalisierung verändert Menschen, deren Arbeit und Leben und deren Möglichkeiten. Wir in Rheinland-Pfalz wollen unser Land mit den Menschen digital gestalten. Dazu gehören Netzwerke, um ein Bündnis der guten Ideen zu schmieden“, sagte die Bevollmächtigte des Landes für Medien und Digitalisierung, Staatssekretärin Heike Raab. Sie nutzte die Sommerpause, um Firmen und Institutionen, digitale und mediale Projekte zu besuchen. Mit ihnen gemein­sam hat Raab auch die Eckpunkte der digitalen Strategie für Rheinland-Pfalz diskutiert. Mi­nisterpräsidentin Malu Dreyer hatte für das Querschnittsthema Digitalisierung im Juni ein Digitalisierungskabinett eingerichtet.

Ihren Abschluss findet die Informationstour von Staatssekretärin Heike Raab heute mit ei­nem Besuch im betahaus in Hamburg, einem Zentrum für die Digital- und Kreativ-Szene. Raab informierte sich über das Haus, das seit 2010 einen Ort bietet, an dem Gründer, Freelancer, Startups, Kreative, Studierende, Teilzeitjobber und viele mehr eine Gemein­schaft bilden, die auf Austausch und gegenseitige Unterstützung angelegt ist. Mit 400 fes­ten Usern und vielen Tagesgästen ist das betahaus Kristallisationspunkt der Hamburger Kreativ-, Digital- und Startup-Szene. Es gibt auch etliche Verbindungen dieser jungen Kreativen in die Medienstadt Mainz, die wir noch intensivieren wollen.

Die weiteren Stationen waren:

  • 29. Juli, YouTube Space in Berlin
    Mit einem spannenden Besuch im YouTube Space Berlin hatte die Info-Tour der Staatssekretärin begonnen. Hier bestehen bereits gute Kontakte zum neuen Jugendangebot von ARD und ZDF, dass in den Mainzer Bonifaziustürmen ab Oktober an den Start geht. Raab: „Im Zeitalter der Medienkonvergenz verschmelzen unterschiedli­che Medien miteinander. Immer mehr Menschen nutzen Angebote jenseits des klassischen Fernsehens, junge Menschen vor allem Online-Videoplattformen wie YouTube. Daher begrüße ich es sehr, dass der YouTube Space Berlin reichweitenstarken YouTubern dabei hilft, die eigene Kreativität zu stärken und sich weiter zu professionalisieren.“ 

  • 30. Juli, Treffen mit dem Conseil National du Numérique
     (Nationaler Digitalrat Frankreichs) in Berlin
    Staatsekretärin Raab traf den Präsidenten, die Vizepräsidentin und weitere Mitglie­der des französischen Digitalrates. Sie betonte: „Gelegenheiten und Herausforde­rungen der Digitalisierung werden in einer vernetzten Welt am besten gemeinsam angegangen. Deutschland und Frankreich werden auf dem Weg in ein digitalisiertes Europa für eine Stärkung der europäischen Werte eintreten.“
  • 1. August: Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Hermeskeil
    In Hermeskeil lernen Flüchtlinge in einem Pilotprojekt mit Laptops von Google Deutsch. Mit den über das Internet verbundenen Geräten können sie sich auch on­line über Deutschland informieren. Raab: „Dass dies möglich wurde, verdankt die Einrichtung einer Spende von Google.org aus dem ´Project Reconnect´. Rheinland-Pfalz nutzt mit der mobilen Webseite www.refugees.rlp.de die digitalen Möglichkei­ten, um Fragen rund um Erstaufnahme, Asyl und Rückführung zu beantworten.“

  • 2. August: Firma United Internet, Montabaur
    Der Internet-Provider United Internet steht mit seinen Marken 1&1, GMX, WEB.DE und vielen weiteren für weltweit rund 50 Millionen Kunden. Als Schwergewicht der Branche mit Firmensitz und mehr als 2.000 Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz ist das Unternehmen ein wichtiger Ansprechpartner in der Digitalwirtschaft. United In­ternet ist sehr interessiert am Netzinfrastruktwandel, zu dem die Landesregierung eine Machbarkeitsstudie von 300 Mbit/s plus beauftragt hat.

  • 2. August: DATA Center Group in Wallmenroth und ´Digitale Dörfer´ in Betzdorf
    Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Brato besuchte Heike Raab die DATA Center Group. Die Fachleute des High Tech-Unternehmens konzipieren und bauen Re­chenzentren in ganz Deutschland und diskutierten mit der Staatssekretärin vor al­lem das neue IT-Sicherheitsgesetz. Außerdem stellte das Fraunhofer Institut das Projekt ´Digitale Dörfer´ in Betzdorf vor, das die Landesregierung insgesamt mit 1,5 Millionen Euro fördert. Hier können mithilfe einer App Besorgungen von Bürgern für Bürger einfach und sicher organisiert werden. Im Oktober startet die dritte Projekt-pha­se, bei der auch professionelle Logistikdienste beteiligt werden.

  •  4. August: Junges Angebot von ARD und ZDF, Mainz
    „Rheinland-Pfalz steht für moderne, junge Medien. Ich freue mich sehr, dass es uns als Vorsitzland der Rundfunkkommission gelungen ist, das ´Junge Angebot´ von ARD und ZDF, das im Oktober an den Start gehen wird, nach Mainz zu holen. Un­sere Rundfunkanstalten zeigen so, dass sie vielfältige Angebote für die junge Gene­ration haben und auf der Höhe der Zeit sind“, sagte Staatssekretärin Raab bei ih­rem Besuch gemeinsam mit OB Michael Ebling. Die Landesregierung wolle opti­male Standortbedingungen für die Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz schaffen. Dazu zähle neben den etablierten Rundfunkanstalten wie dem ZDF und dem SWR auch die junge Medienszene mit ihren innovativen und kreativen Ideen.