Raab: Digitale Möglichkeiten für die Integration von Flüchtlingen nutzen

„In Meisenheim lernen Flüchtlinge in einem Pilotprojekt mit Laptops von Google Deutsch. Mit den Web-Geräten können sie sich zudem online über Deutschland informieren. Dass dies möglich wurde, verdankt die Erstaufnahmeeinrichtung, die der Arbeiter-Samariter-Bund betreibt, einer Spende von Google.org. Dafür sage ich herzlichen Dank. Ich empfehle den Hilfsorganisationen im Land, sich rasch beim ´Project Reconnect´ zu bewerben, um ebenfalls mit Chromebooks unterstützt zu werden. Rheinland-Pfalz nutzt mit der mobilen Webseite www.refugees.rlp.de die digitalen Möglichkeiten, um Fragen rund um Erstaufnahme, Asyl und Rückführung zu beantworten. Da ist die Unterstützung durch Google.org sehr willkommen. Sie hilft den Menschen online in Kontakt mit der Heimat zu bleiben, solange sie in Deutschland sind.“ Das hat die Staatssekretärin für Medien und Digitales, Heike Raab, heute bei einem Treffen mit der Direktorin von Google.org, Jacqueline Fuller, in Berlin erklärt.

Jacquelline Fuller, Director Google.org: „Wir freuen uns wirklich sehr über den Start von Project Reconnect und sind gespannt, wie gemeinnützige Organisationen in Deutschland die Chromebooks in ihrer Arbeit mit Flüchtlingen nutzen werden. Es ist sehr inspirierend zu sehen, wie die Regierung, die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft zusammenkommen, um langfristige Lösungen für diese große humanitäre Herausforderung zu finden. Wir hoffen, dass ´Project Reconnect´ die Flüchtlinge beim Zugang zu Bildung und neuen Sprachen unterstützen kann und es ihnen erleichtert, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben.“

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB), der in 200 Einrichtungen rund 55.000 Flüchtlinge betreut, unterstützt die Initiative von Google.org. Der ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch hatte die Flüchtlingsunterkunft in der Verbandsgemeinde Meisenheim im Landkreis Bad Kreuznach für den Testlauf mit verwalteten Chromebooks vorgeschlagen „Die Chromebooks sind gemeinsam mit der Internetverbindung für die Bewohner Informationsquelle und Integrationshilfe – wie etwa durch Online-Sprachkurse. Wir freuen uns daher sehr über diese Unterstützung, denn in den Unterkünften fehlen hierfür oft Zeit und Mittel.“

Das ´Project Reconnect´ stellt für Flüchtlinge in Deutschland insgesamt 25.000 Chromebooks zur Verfügung, das entspricht einer Spende in Höhe von mehr als fünf Millionen Dollar. Die Nichtregierungsorganisation NetHope organisiert die Vergabe. Gemeinnützige Organisationen können sich bis zum 8. März unter http://reconnect.nethope.org/ für die Chromebooks bewerben.

Chromebooks sind webbasierte Laptops. Die Benutzeroberfläche basiert auf dem Google-Browser Chrome. Die Chromebooks sind so eingestellt, dass die Mitarbeiter der gemeinnützigen Organisationen sie zentral verwalten können. So ist es mit wenigen Klicks möglich, alle Laptops zentral zum Beispiel für den Sprachkurs einzustellen. Der Aufwand für IT-Intervention, Instandhaltung und Unterstützung vor Ort ist minimal.

Google.org, der philanthropische Zweig von Google, vergibt jährlich 100 Millionen Dollar. Für Flüchtlinge weltweit hat Google.org ein Portal für Nutzer-Spenden eingerichtet und die Spenden aufgestockt, sodass schließlich 10 Millionen Euro auf die Organisationen Ärzte ohne Grenzen, International Rescue Committee, Save the Children und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen verteilt werden konnten. Darüber hinaus investiert Google.org in wirkungsvolle Projekte wie die Bereitstellung von WLAN-Verbindungen in Flüchtlingsunterkünften und einen erleichterten Zugang zu Bildung.

Die Nichtregierungsorganisation NetHope hat sich auf die Unterstützung humanitärer Organisationen durch Informationstechnologien spezialisiert.