Raab: Digitale Kompetenzen entscheiden über Berufschancen

„Die Digitalisierung eröffnet große Chancen für die Betriebe und für die Beschäftigten in Rheinland-Pfalz. Neue Arbeitsformen und Flexibilisierungsmöglichkeiten fördern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Digitale Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation. Ihr Erwerb entscheidet über Berufs- und Lebenschancen“, erklärte die Bevollmächtigte des Landes für Digitalisierung, Staatssekretärin Heike Raab. Sie sprach beim Fachtag des Kulturbüros Rheinland-Pfalz und der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur & Kulturpädagogik e.V. mit dem Titel ´Die digitale Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Berufswelt´ in Mainz. Neben Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus Sozial-, Jugend-, Bildungs- und Kultureinrichtungen richtet sich die Tagung auch an Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ).

Rheinland-Pfalz ist eines von zwei deutschen Ländern, in denen von 2015 bis 2017 „FSJ digital“ erprobt wird. Die Modellprojekte werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Alle derzeitigen FSJ’lerinnen und FSJ’ler, egal in welcher Einsatzstelle oder unter welchem FSJ-Träger, können sich bewerben. Sie sind aufgefordert digitale Projekte vorzuschlagen und umzusetzen. Zusätzliche Bildungstage, Workshops und persönliches Coaching sollen die jungen Menschen unterstützen. In Rheinland-Pfalz haben sich im Jahr 2015 rund 4.800 junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden. Die Zahl der FSJ´ler hat sich damit in den letzten sechs Jahren nahezu verdoppelt.

Durch Bildungsangebote für jüngere und ältere Menschen will die Landesregierung die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft ermöglichen. Raab erläuterte: „Wir wollen die Menschen schon sehr früh fit machen für das digitale Zeitalter. Das verdeutlicht auch das angekündigte Nachfolgeprogramm von ´Medienkompetenz macht Schule´ des Bildungsministeriums. Erneut geht es um die Förderung digitaler Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in allen Unterrichtsfächern und eine nachhaltige Veränderung des Lehrens und Lernens. Das neue Programm zielt verstärkt auf die Grundschulen, nachdem ´Medienkompetenz macht Schule´ seit 2007 vor allem die weiterführenden Schulen erfolgreich in den Blick genommen hat.“.