Partnerschaft bewährt sich auch ohne Reisen über Grenzen

Herausforderungen der Corona-Pandemie gemeinsam bewältigen und Ideen teilen – das 4er-Netzwerk steht zusammen. Statt persönlich treffen sich die Partner dazu im Netz. „Es ist gut, dass der Austausch digital möglich ist. Die Partnerschaft bewährt sich auch ohne grenzüberschreitende Reisen. Wir bleiben ständig im Dialog auch in schwierigen Zeiten“, erklärte die Bevollmächtigte für Europa, Staatssekretärin Heike Raab. Zentrales Thema einer Videokonferenz, zu der sich Heike Raab heute mit Spitzenpolitikern aus Rheinland-Pfalz, Burgund, Oppeln und Mittelböhmen zusammengeschaltet hatte, war es, wie die Regionen mit den Auswirkungen des Virus umgehen. Denn über Grenzen hinweg Lösungen zu entwickeln, die das Leben der Menschen besser machen, ist Ziel des Netzwerks.

Die Initiative des Treffens war von der mittelböhmischen Landeshauptfrau Jaroslava Pokorná Jermanová ausgegangen. Für Rheinland-Pfalz nahm auch Landtags-Vizepräsidentin Astrid Schmitt teil, aus Burgund schaltete sich der Vizepräsident des Regionalrats, Patrick Ayache, zu, aus Oppeln Andrzej Buła, Marschall der Woiwodschaft. Raab: „Heute wurde die deutsche Reisewarnung gegenüber den europäischen Ländern aufgehoben. Das ist ein guter Zeitpunkt, den Gesprächsfaden wieder intensiver auszunehmen.“

In der Zusammenarbeit wird sich Rheinland-Pfalz weiter verantwortlich um Bildungsfragen kümmern, Burgund um den Tourismus. Mittelböhmen leitet die Arbeitsgruppe Innovation, Oppeln koordiniert die Ideen zur bürgernahen Verwaltung.

Bei der rheinland-pfälzischen Arbeitsgruppe geht es um den Austausch zu digitalen Bildungsmöglichkeiten, um Erfahrungen mit Homeschooling und um eine bessere Vernetzung von Eltern, Schülerinnen und Schülern und Schule. Rheinland-Pfalz will zudem einen Schwerpunkt auf Demokratiebildung legen.

Das Netzwerk, bestehend aus den Regionen Rheinland-Pfalz, Mittelböhmen, Oppeln und Burgund-Franche-Comté gründete sich 2003. Die überregionale Partnerschaft ist einzigartig in Europa.