Ministerpräsidentin Malu Dreyer/Staatssekretärin Heike Raab: Medien müssen zeitgemäße Formate schaffen, um relevant zu bleiben und die Menschen in jeder Generation über alle Kanäle erreichen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer/Staatssekretärin Heike Raab: Medien müssen zeitgemäße Formate schaffen, um relevant zu bleiben und die Menschen in jeder Generation über alle Kanäle erreichen

 

„Die Medienwelt verändert sich rasant. Die digitale Transformation stellt alle vor große Herausforderungen und bietet gleichzeitig Riesenchancen. Das hat Auswirkungen auf die Produktion, Formate oder Bezahlmodelle. Dabei brauchen wir auch ein Denken über das rein Marktwirtschaftliche hinaus, ein Verantwortungsgefühl und ein Bewusstsein für den Wert der Medien für unsere Demokratie“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich der Content Convention in Mainz.

Der internationale Medienkongress fand dieses Jahr als hybride Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Halle 45 in Mainz und als Livestream-Event mit zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern statt.

„Wir sind in Deutschland zu Recht stolz auf unser duales Mediensystem mit vielen privaten Anbietern und einem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Diesen wollen wir zukunftsfest machen. Das bedeutet auch, digitale Transformation zu ermöglichen, um auf verändertes Mediennutzungsverhalten einzugehen. Wir wollen die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als wichtige Säule für Medienvielfalt und damit Demokratie stärken. Dazu gehören Qualität, Publikumsdialog und Beitragsakzeptanz“, so die Ministerpräsidentin. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die heute startende öffentliche Anhörung zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf www.rundfunkkommission.rlp.de.

„Vielfalt bedeutet auch, Menschen etwas zuzumuten, ihnen Dinge zu präsentieren, die sie gerade nicht hören, nicht sehen, nicht lesen wollen“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Wenn unsere Medien ihrer wichtigen Rolle für die Demokratie und die Gesellschaft gerecht werden wollen, müssen sie durch zeitgemäße Formate relevant bleiben und die Menschen in jeder Generation über alle Kanäle erreichen.“

„Regeln zur Sicherstellung eindeutiger Verantwortlichkeiten, zum Schutz der Persönlichkeitsrechte, zur Einhaltung wichtiger Standards, wie Menschenwürde, Jugend- und Verbraucherschutz, zur Sicherstellung von Angebotsvielfalt und zur Verhinderung vorherrschender Meinungsmacht durch einzelne Gruppen – all das macht unser freiheitliches und demokratisches Mediensystem seit jeher aus“, erklärte Heike Raab, Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa und Medien in der Paneldiskussion „Streaming kills TV?“ mit ZDF-Intentant Dr. Thomas Bellut, SWR-Intentand Dr. Kai Gniffke sowie Götz Trillhaas von Snap und Sabine Frank von YouTube. Es sei wichtig, auch die neuen Akteure einzubinden und gleichzeitig zeitgemäße Entwicklungsbedingungen zu gewährleisten.

„Rheinland-Pfalz ist einer der bedeutendsten Medienstandorte in Deutschland. Die Landesregierung will kreative Medienschaffende in allen relevanten Bereichen ihres Schaffens fördern und hat deswegen gemeinsam mit der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, SWR und ZDF in diesem Jahr die Medienförderung Rheinland-Pfalz auf den Weg gebracht. Der Fokus der Förderung liegt auf innovativen digitalen Formaten und umfasst audiovisuelle Werke wie Serien, Filme, Videos sowie Games“, so die Staatssekretärin. Damit investiere die Landesregierung nicht nur in Kultur- und Medienschaffende sondern auch in den Medienstandort Rheinland-Pfalz.

Die Content Convention fand bereits zum dritten Mal statt. Initiiert wird sie in Kooperation der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei mit ZDF Digital, dem ZDF und dem SWR, Google, Ubisoft, der Medienanstalt Rheinland-Pfalz sowie der Hochschule Mainz. Die Vorträge und Impulse des Medienkongresses richteten sich an Produzentinnen und Produzenten, Plattformbetreiberinnen und -betreiber, Entwicklerinnen und Entwickler, Rundfunkveranstalter und Agenturen. Für Mitwirkende und Teilnehmende gab es die Möglichkeit, neue Themen, Kanäle und Produktionsansätze zu verstehen und zu erleben. Vertreten waren unter anderem Adobe, Amazon Prime, DAZN, Epic Games, Google, Instagram, Patreon, Snap, Synthesia, Vodafone sowie YouTube.

„Die Content Convention ist Plattform und Motor. Sie verbindet den starken Medienstandort Mainz, seine hochwertigen Inhalte und Produktionen, mit internationalen und globalen Playern der Medienbranche. Damit strahlt sie weit über unser Land hinaus“, sagte Staatssekretärin Heike Raab.