Heike Raab: Medienkompetenz heißt auch Datenkompetenz

„Gerade Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung auf. Umso wichtiger ist es daher, dass sie ihre digitale Teilhabe souverän und selbstbestimmt gestalten können. Wenn wir von Medienkompetenz sprechen, müssen wir daher immer auch ‚Datenkompetenz‘ mitdenken“, betonte die Bevollmächtigte des Landes für Medien und Digitales, Staatssekretärin Heike Raab, heute anlässlich des Europäischen Datenschutztages beim Besuch des Projekts „Youngdata“ des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

 

Rund 90 Prozent der 12- bis 19-Jährigen sind täglich online. So steht es in der aktuellen JIM(Jugend-Information-Multi-Media)-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. „Soziale Medien und Messenger-Dienste gehören zur Lebenswirklichkeit junger Menschen. Die Grenzen zwischen Online und Offline verschwimmen zunehmend“, so Staatssekretärin Raab. Dieser Selbstverständlichkeit bei der Nutzung digitaler Angebote stehen jedoch in vielen Fällen unzureichende Kenntnisse über die Risiken der Preisgabe persönlicher Daten in der digitalen Welt gegenüber – auch das belegen Studien.

 

Für Heike Raab sind Initiativen wie „Youngdata“ deshalb von großer Bedeutung: „Sie geben Antworten auf ganz konkrete Fragen: Wie gehe ich mit meinen Daten und mit denen meiner Freunde um? Wie reagiere ich auf Mobbing? Sind Whatsapp, Instagram oder Google wirklich kostenlos? Wer kann meine Posts sehen? Hier gibt es unglaublich viel zu lernen. Leider wissen auch Eltern oder Lehrkräfte auf diese Fragen allzu oft keine Antworten. Initiativen wie „Youngdata“ sind daher ein ganz wichtiger Baustein, Kindern und Jugendlichen dieses Wissen zu vermitteln.“

 

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat sein Internetangebot im November 2013 um eine spezielle Jugendhomepage ergänzt: Unter www.youngdata.de finden Jugendliche umfangreiche Informationen zum Datenschutz und zur verantwortungsvollen Nutzung von Facebook, WhatsApp, YouTube, Spielkonsolen, Smartphones und vielem mehr.

Anlässlich des Europäischen Datenschutztages, der am Sonntag, 28. Januar 2018 begangen wird, informierte sich die Staatssekretärin vor Ort über das Projekt und die Tätigkeit des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

 

Hintergrund:

 

Der Europäische Datenschutztag wird in Europa seit 2007 jährlich am 28. Januar begangen. Grundlage hierfür ist die Unterzeichnung der Europäischen Datenschutzkonvention am 28. Januar 1981. Durch Aktionen der Datenschutzbehörden und anderer Organisationen sollen die Bürgerinnen und Bürger Europas für die Belange des Datenschutzes sensibilisiert werden. Seit 2008 folgen auch die USA und Kanada diesem Beispiel und begehen zur gleichen Zeit den „Data Privacy Day“.