Heike Raab: Deutsch-französische Freundschaft stärkt Europa

„Wenn sich Menschen begegnen entsteht Nähe und ich freue mich stets wenn wir so die Partnerschaft zu unseren französischen Freunden pflegen. Die deutsch-französische Freundschaft stärkt Europa und sie ist Motor der Union.“ Das sagte die Bevollmächtigte des Landes für Europa, Staatssekretärin Heike Raab, heute anlässlich des Besuchs des Regionalrats Burgund-Franche-Comté in Mainz.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich habe eine Schlüsselrolle für die Zukunft Europas. „Rheinland-Pfalz und Burgund-Franche-Comté haben 1962 – noch vor dem Elysée -Vertrag - als erste ihre Partnerschaft vereinbart. Deshalb fühlen wir uns in einer besonderen Pflicht, am neuen Elysée-Vertrag mitzuarbeiten, der nächstes Jahr unterzeichnet werden soll. Wir wollen Europa neue Impulse geben und Europaskeptiker mit unserer tief verwurzelten Freundschaft widerlegen.“

Beim zweitägigen Besuch der hochrangigen Delegation des Regionalrats Burgund-Franche-Comté stehen Termine im Landtag mit Eintragung ins Gästebuch, im Wirtschafts- und Weinbau- sowie im Innenministerium und bei der staatlichen Weinbaudomäne Oppenheim auf dem Programm. Im Haus Burgund-Franche-Comté, sozusagen der Botschaft der Region in Mainz, wird eine Kunstausstellung eröffnet. „Der Kulturaustausch funktioniert seit Jahrzehnten zwischen dem Haus Burgund und dem Haus Rheinland-Pfalz in Dijon prächtig“, betonte Europa-Staatssekretärin Heike Raab. „Auch mit den beiden gemeinsamen Studiengängen Europamaster, an dem auch die Woiwodschaft Oppeln beteiligt ist, und dem Integrierten Studiengang Mainz-Dijon in Geistes- und Kulturwissenschaften sowie zahlreichen Austausch-Programmen haben wir unsere Zusammenarbeit institutionalisiert. Natürlich gilt dies auch für den Bereich des Weinbaus, der unsere beiden Regionen vereint. 146 kommunale Partnerschaften sind seit 1962 gewachsen und werden tagtäglich mit Leben erfüllt. Es ist immer wieder berührend zu erleben, dass seit Jahrzehnten befreundete Familien aus unseren Partnerregionen sich gegenseitig als französischen oder deutschen Teil einer gemeinsamen Familie empfinden und sich ganz selbstverständlich zu Familienfesten einladen. Das macht uns stark, den Herausforderungen Europas zu begegnen. Wir müssen aber beständig weiter in unsere Freundschaft und Zusammenarbeit investieren. Dazu ist der heutige Besuch der Delegation ein weiterer Schritt.“