Ein Jahr deutsch-französischer Bürgerfonds – Rheinland-Pfalz besonders aktiv

Am 16. April jährt sich der Start des deutsch-französischen Bürgerfonds. Er unterstützt Projekte von engagierten Menschen in der deutsch-französischen Zusammenarbeit. „Ich freue mich, dass in Rheinland-Pfalz sehr viele Menschen gemeinsam mit ihren französischen Freundinnen und Freunden zahlreiche Projekte im abgelaufenen Jahr durchgeführt haben“, sagte die Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa, Staatssekretärin Heike Raab, anlässlich des Jahrestages.

„Gerade unter den derzeitigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist es wichtig, den direkten Kontakt zu halten, und sei es übergangsweise vor allem mit digitalen Formaten“, so die Bevollmächtigte weiter.

Der deutsch-französische Bürgerfonds geht zurück auf den Aachener Vertrag vom 22. Januar 2019 und fördert ohne lange Antragsverfahren Projekte aller Altersgruppen aus der Zivilgesellschaft vor allem in finanzieller Hinsicht. Einen guten Überblick bietet die Homepage www.buergerfonds.eu, über die auch am 16. April ab 16 Uhr an einer interaktiven Geburtstagsfeier mit vielversprechenden Vorträgen teilgenommen werden kann. Außerdem steht allen Interessenten in Mainz ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung (jonathan.spindler(at)partnerschaftsverband.de Tel. 06131 55 37 900).

Staatssekretärin Raab: „Es ist beeindruckend, wie vielfältig und kreativ die Menschen sind, um gemeinsam aktiv zu bleiben. So wurden online Sprachkurse und Projektwochen durchgeführt und zum Beispiel historische oder auf den Umweltschutz bezogene Themen behandelt, aber auch der gesellige Austausch in der kommunalen Partnerschaft bei einer Videokonferenz mit einer digitalen Weinprobe gepflegt. Es gab aber auch persönliche Treffen, die sehr konkrete Ergebnisse, wie zum Beispiel den Bau einer Boule-Bahn, gebracht haben. Diese wird hoffentlich bald wieder öfter gemeinsam genutzt werden.“

Rheinland-Pfalz pflegt traditionell weit verzweigte Verbindungen in das französische Nachbarland: mit der angrenzenden Region Grand Est oder in der Partnerschaft mit Burgund Franche-Comté und seinen über 150 kommunalen Verflechtungen sowie in unzähligen Kontakten von Schulen, Hochschulen und Vereinen.

„Der Austausch über das jeweilige Infektionsgeschehen über die nationalen Grenzen hinweg ist wichtig. Aber wir müssen im Moment auch darauf achten, dass sich die wechselseitige Wahrnehmung nicht darauf reduziert. Deshalb meine Bitte an alle, die sich einbringen möchten: informieren Sie sich mit Ihrer Idee beim Bürgerfonds über die zahlreichen Fördermöglichkeiten, erfreuen Sie sich am persönlichen Kontakt mit unserem Nachbarland. Sie sind somit eine wesentliche Stütze der deutsch-französischen Freundschaft“, so die Staatssekretärin.