Demokratie ist nicht selbstverständlich

Neben dem Mauerfall am 9. November zählt der 18. März zu den wichtigsten Daten der deutschen Demokratiegeschichte. „Für Rheinland-Pfalz ist er ein besonderer Gedenktag“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Heike Raab. „Dieses Datum erinnert nicht nur an den revolutionären Aufstand in Berlin 1848 und die erste freie Volkskammerwahl im Jahr 1990. 1793 riefen am gleichen Tag Mainzer Bürger zum ersten Mal auf deutschem Boden eine Republik aus, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur modernen Demokratie.“

Deshalb stiftet Rheinland-Pfalz seit Jahren immer zum 18. März einen Kranz, der am Gedenktag vor dem Brandenburger Tor in Berlin niedergelegt wird - eben am Platz des 18. März. Dies sei gerade jetzt von großer Bedeutung, denn: „Während der Pandemie hat sich gezeigt, dass Demokratie, Freiheit und Einheit keine selbstverständlichen Werte sind. Auch beim Gedenken an den Anschlag in Hanau vor einem Monat wurde deutlich, wie wichtig es ist, Menschen von klein auf für die Demokratie zu gewinnen“, so Dreyer und Raab.

Daher hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Jahr 2017 das Bündnis „Demokratie gewinnt!“ ins Leben gerufen. Als Schirmherrin wirbt sie mit zahlreichen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen für eine Initiative, die Kinder und Jugendliche zu mehr Engagement bewegt, unter anderem auch mit dem jährlichen Demokratietag. „Es ist wichtig, dass frühzeitig demokratische Haltung und Kompetenz gefördert werden, denn Demokratie muss gelernt und gelebt werden. Die demokratischen Grundwerte Gleichheit und Freiheit der Mainzer Republik sind bis heute in der deutschen Einheit lebendig. Rheinland-Pfalz fühlt sich seiner demokratischen Tradition verpflichtet und stärkt Bürgerbeteiligung und das Vertrauen in die Demokratie“, so die Ministerpräsidentin.