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Das Europa der 28

Die Geschichte der politischen Einigung Europas reicht zurück bis ins Jahr 1957. Damals begannen Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg zunächst wirtschaftlich, später auch politisch eng zusammen zu arbeiten. Sie schufen gemeinsame europäische Institutionen. Im Lauf der Zeit wurden immer mehr Aufgaben an die spätere Europäische Union übertragen. Besonders weitreichend geschah dies durch den Vertrag von Lissabon, der die EU handlungsfähiger und demokratischer machte. Der seit Dezember 2009 geltende Vertrag ist ein wesentliche Schritt auf dem Weg zur Europäischen Einigung.

Zudem wuchs der Kreis der Mitgliedstaaten in mehreren Schritten auf aktuell 28 an. Während des Kalten Krieges blieb die EU lange auf Westeuropa begrenzt. Seit den dramatischen Umwälzungen in Mittel- und Osteuropa hat sich dies geändert. Im Mai 2004 wurden allein zehn mittel- und osteuropäische Staaten Mitglied der EU. Mit dieser Erweiterung wurde die Trennung des Kontinents endlich überwunden. 2007 kamen dann Bulgarien und Rumänien zur EU. Seit dem 1. Juli 2013 gehört Kroatien zur Europäischen Union. Am 23. Juni 2016 stimmten 51,89 % der britischen Wähler bei einem Referendum für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Nachdem am 29. März 2017 gemäß Artikel 50 der Austrittsprozess eingeleitet wurde, ist damit zu rechnen, dass nach einer zweijährigen Verhandlungsperiode der Austritt für März 2019 stattfinden wird.